Über

Das d / i / light Mahnmal
100 Künstler gedenken den Opfern des Holocaust
Künstler gegen Antisemitismus, Rassismus & Intoleranz

d / i / light steht für – Darkness Into Light.

Das Mahnmal umfasst zwei medienkunstbezogene Gedenkkontexte – den ersten mit dem Titel – A Living Memorial Kunsträume – Mahnmalprojekt gegen das Vergessen, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus, initiiert und realisiert 1993-1998 von Agricola de Cologne als Einzelkünstler mit der Premiere in Köln 1995 und 42 darauffolgenden Austragungsorten in Polen, Tschechien, Belgien und Deutschland.

Die Dunkelheit bezieht sich nicht allein auf den Holocaust und das Licht auf die Opfer, die durch das Gedenken ins Licht treten, sondern auch darauf, dass Agricola de Cologne sein erstes Projekt, das den historischen Holocaust der Geschichte des Nationalsozialismus und des Neofaschismus der Nachkriegszeit gegenüberstellt, im Herbst 1998 Opfer eines politisch rechts motivierten Anschlags (Vandalismus) wurde. Die Überreste der Zerstörung wurden zu einem Mahnmal nicht nur für sich selbst, sondern auch für zerstörte Illusionen. Das Licht besteht darin, daß der Künstler nach einem viele Monate andauernden Koma wieder das Licht der Welt erblickte, und im Jahre 2000 einen neues Leben als Künstler und Mensch ohne die Belastung der eigenen Erinnerung beginnen konnte.

Das zweite Projekt – ein weiterer Versuch, nach neuen Wegen zu suchen, um dem Gedenken des Holocaust und den Millionen von Opfern mit künstlerischen Mitteln gerecht zu werden – wurde 15 Jahre später, am 27. Januar 2010, auf der Grundlage der mittlerweile weithin bekannten „Shoah Film Collection“ gestartet, die anders als das erste Projekt, im Jahr 2010 in dem sozialen Kontext einer Community realisiert wird, in der der Künstler gleichzeitig auch Kurator ist – mit mehr als 100 Kunstfilmen und -videos -, gedenken Künstler aus 30 Ländern des Holocaust und zeigen Flagge gegen Antisemitismus, Rassismus und Intoleranz.

Das d / i / light Mahnmal ist ohne die vom deutschen Nationalsozialismus dominierte europäische Geschichte (1933-1945), aber auch ohne einen anderen Teil der deutschen Geschichte, den Bau (1961) und den Fall der Berliner Mauer (1989), die deutsche “Wiedervereinigung” (1990) und der Zusammenbruch des kommunistischen Systems danach, nicht denkbar – letzteres motivierte Agricola de Cologne überhaupt erst dazu, die ersten Erkundungsschritte für sein künftiges mobiles Mahnmal “A Living Memorial Kunsträume” zu unternehmen, und nur durch dessen Zerstörung 1998, war 15 Jahre später, “Shoah Film Collection” als Initiative möglich, um dann die Grundlage des d / i / light Memorials zu werden. Mit dieser Geschichte, tief in der Geschichte des 20. Jahrhunderts verwurzelt, stellt das virtuelle d/i/light Mahnmal daher eine Gedenkstätte im klassischen Sinne dar.

Der Holocaust [ˈhoːlokaʊ̯st, holoˈkaʊ̯st] (englisch, aus altgriech. ὁλόκαυστος holókaustos „vollständig verbrannt“; auch Schoah bzw. Schoa, Shoah oder Shoa; hebräisch הַשּׁוֹאָה ha’Schoah für „die Katastrophe“, „das große Unglück/Unheil“) war der nationalsozialistische Völkermord an 5,6 bis 6,3 Millionen europäischen Juden. Deutsche und ihre Helfer führten ihn von 1941 bis 1945 systematisch, ab 1942 auch mit industriellen Methoden durch, mit dem Ziel, alle Juden im deutschen Machtbereich zu vernichten. Dieses Menschheitsverbrechen gründete auf dem staatlich propagierten Antisemitismus und der entsprechenden rassistischen Gesetzgebung des NS-Regimes. In der NS-Ideologie wurde der Völkermord an den Juden seit dem Überfall auf Polen als „Vernichtung lebensunwerten Lebens“ gerechtfertigt und mit den NS-Krankenmorden der „Aktion T4“ und der Kinder-„Euthanasie“ auf eine Stufe gestellt. Der endgültige Entschluss zur Ermordung aller Juden fiel in engem Zusammenhang mit dem Vernichtungskrieg gegen die UdSSR ab dem Sommer 1941.

Arbeitsentwurf: Shoah
ist eine künstlerische Hommage an die Opfer des Holocaust, ins Leben gerufen durch den Kölner Medienkünstler Wilfried Agricola de Cologne , ein laufendes Medienkunstprojekt, das in einem offenen Konzept gleichzeitig online und offline realisiert wird. Das konzeptionelle Zentrum stellt dar ->

SFC _ Shoah Film Collection
eine weltweit einzigartige Medienkunst- und Friedensinitiative, die sich an junge Künstlergenerationen und Filmemacher richtet, die sich mit dem Thema SHOAH (Holocaust) und kollektiven Traumata befassen, die durch Totalitarismus verursacht werden, indem neue Technologien und zeitgemäße Kunstansätze genutzt werden. SFC wurde 2009 gegründet und am 27. Januar 2010 (Internationaler Holocaust-Gedenktag) von Wilfried Agricola de Cologne der Öffentlichkeit vorgestellt. Derzeit sind über 100 herausragende Kunstwerke audiovisueller Kunst (Experimentalfilme, Videokunst und Dokumentarfilme) in die SFC aufgenommen.

Um Shoah Film Collection einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, wurde 2012 von Wilfried Agricola de Cologne eine spezielle Veranstaltungsstruktur mit dem Titel: AVMCI – A Virtual Memorial – Gedenkinterventionen gegründet -in dem SFC in den Kontext komplementärer Publikums bezogener Interventionen wie Vorträge, Symposion, Filmvorführungen Ausstellungen, Konzerte, Workshops, Künstlergespräche, Diskussionen und vieles mehr, gestellt wird, um so mit Blick auf Nachhaltigkeit die teilnehmenden Parteien, Künstler und Besucher auf unterschiedlichen Ebenen zu sensibilieren.

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2011 fanden die ersten “Test” Veranstaltungen statt [St. Petersburg (Russland), Szeczin (Polen), Arad (Rumänien) und Mexico City (Mexiko)], bis 2012 die Manifestation der gesamten Shoah Film Collection unter der Schirmherrschaft des Europa Parlaments in Riga die Premiere hatte, weitere Manifestation unter der Schirmherrschaft des Europa Parlaments folgten 2013 in Vilnius und Warschau und 2014 in Mailand, Jaffa (Tel-Aviv), Timisoara (Rumänien) und später Moskau (Russland). in den folgenden Jahren wurde eine Auswahl der Shoah Film Collection im Rahmen von Museumsausstellungen und internationalen Festivals gezeigt.

2016 erhielt die Shoah Film Collection ein alternatives Präsentationsformat, z. d / i / light – Dankness Into Light Festival http://dilight.a-virtual-memorial.org/ , wodurch nun auch kurze Screening-Events möglich wurden

Als 2017 in die Shoah Film Collection das 100. Video aufgenommen wurde, wurde das Vorhaben der Filmsammlung und die damit verbundene Initiative in das Mahnmal Projekt “d/i/light Memorial” umgewandelt, wodurch ein permanenter Gedenk-Kontext online entstanden ist, der immer wieder auch Manifestationen im physischen Raum zuläßt.

2018 wurde “d/i/light Memorial” zum Bestandteil des Medienkunstvorhabens einen umfassenden Gedenkplattform – Die 7 Mahnmale für die Menschlichkeithttp://7mfh.a-virtual-memorial.org

Shoah Film Collection
teilnehmende Künstler

Steven Ausherman (USA), Agricola de Cologne (Germany), Yochai Avrahami & Karin Eliyahu (IL), Marta Azparren (Spain) , Theme Bannenberg & Nok Snel I (NL), Bebe Beard (USA), Tova Beck-Friedman (USA) , Christiano Berti (Italy) , Christophe Bisson (France), Isobel Blank (Italy), Paolo Bonfiglio (Italy) , Vanane Borian (Israel), Dova Cahan I (Israel), Marita Contreras (Peru) , Brian Delevie (USA), Konstantinos-A. Goutos (GR) Alicia Felberbaum (UK), Jenna Feldman (USA), Alessandro Fonte (Italy), Peter Freund (USA) , Ela Goldman (Israel) , Beate Gordes (Germany) , Grace Graupe Pillard (USA) , Felice Hapetzeder I (SWE), Todd Herman (USA), Istvan Horkay II (Hungary), Murad Ibragimbekov (Russia) , Arne Intveen (Switzerland) , Shelley Jordon (USA) , Mária Júdová (Czech Republik) Menachem Kaiser (USA) , Anetta Kapon (USA), Holger Kiess (Germany), Shon Kim (South Korea) , Lilia Kopac (Lithuania), Maria Korporal (NL) , Tammy Mike Laufer (IL), Dario Lazzaretto (Italy) , Heike Liss & Thea Farhadian (USA, Marcantonio Lunardi I (Italy), Marcantonio Lunardi II (Italy) , Lukas Matejka (Slovakia), Wrik Mead (Canada) , Branko Miliskovic (Serbia) , Valerio Murat and Antonio Poce (Italy) , Jay Needham (USA), Doris Neidl (Austria) , Ben Neufeld I (USA), Ben Neufeld II (USA), Brigitte Neufeldt I (Germany), Brigitte Neufeldt II (Germany) , Andrea Nevi (Italy), Miri Nishri (IL) , Cezary Ostrowski (Poland) , Paolo Ottonello (italy), Anaïs Pélaquier (France) , Jacob J. Podber (USA) , Doron Polak & Uri Dushy (IL), Isabel Pérez del Pulgar (Spain) , Roland Quelven (France) , Joseph Rabie (France), Janet Riedel, Katja Pratschke, Gusztáv Hámos (DHu) , Jean-Michel Rolland (France), Isabelle Rozenbaum (France), Nathania Rubin I (USA), Nathania Rubin II (USA) , Jens Salander (SWE) , Antti Savela (SWE) , Ekaterina Shapiro-Obermair (Austria) , Elana Schwadron Minkow (IL), Daveed Shwartz (IL) , Maja Schweizer (Germany) , Deborah Sfez (Israel) , Boris Sribar (Serbia) , Roderick Steel (Brazil), Hadas Tapuchi (IL) , Rolanda Teicher Yekutiel (Israel), Thanut Rujitanont (Thailand) ,Myriam Thyes (Switzerland), Angelina Voskopoulos (Greece), Daniel Wechsler (Israel) , Yonatan Weinstein (IL) , Susanne Wiegner (Germany, Mariusz Wirski III (Poland), Rachel Zaretzky (USA), Anna Zett (Germany) (shoah), Boaz Kaizmann (Germany), Peter Rosenthal (Germany), Marcus seibert (Germany)